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Der Frauenchor Höngg überschreitet Grenzen, 15.-16. September 2001

Die diesjährige Chorreise führte den Frauenchor Höngg über die Landesgrenzen hinaus. Strassburg hiess das Ziel, dem die siebzehn reiselustigen Sängerinnen entgegen fieberten, die sich am Morgen des 15. September im Hauptbahnhof besammelten.

Strassburg - Stadt der Gourmets und Shopper
Knapp drei Stunden dauerte die dank lebhafter Vorfreude kurzweilige Zugfahrt. Nachdem das Hotel bezogen war, stürzte frau sich grüppchenweise ins samstägliche Gewühl, um das grosszügige Angebot an Läden und Boutiques nach Schnäppchen zu durchforsten oder in einem der unzähligen Spezialitäten-Beizlis dem Ruf der Stadt als Gourmetparadies auf den Grund zu gehen. Die von Kanälen durchzogene Altstadt mit ihren wunderschönen, blumen- und girlandengeschmückten Riegelhäusern lieferte auch den Fotojägerinnen dankbare Sujets.

Die nachmittäglichen Eskapaden sorgten während des gemeinsamen Nachtessens im "Gruber" für Gesprächsstoff. Zu reden gab leider auch das überforderte Servierpersonal, das dem Ansturm aus Höngg offensichtlich nicht gewachsen war. Die Mahlzeiten mussten vier Stockwerke hoch getragen werden, da in diesem historischen Haus kein Warenaufzug vorhanden ist.

Strassburg - historische Stadt
Die nächtliche Bootsfahrt durch Strassburgs Kanäle und Schleusen tröstete jedoch bald über die Tatsache hinweg, dass die Zeit für Dessert und Kaffee nicht mehr gereicht hatte. Aufgelockert durch klassische Musikeinlagen wurden die vorbeiziehenden Sehenswürdigkeiten in mehreren Sprachen erläutert. Die Hauptstadt des Elsass, die abwechslungsweise unter deutsche und französische Hoheit geriet und sich heute, als Sitz des Europarats und des Europaparlaments, zur europäischen Stadt gemausert hat, kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken.

Trotz der spannenden Fahrt wurden einige der anfangs, gelinde gesagt, ziemlich übermütigen Sängerinnen allmählich stiller und liessen sich sanft in den Schlaf wiegen. Der Schlummertrunk kam deshalb gerade recht, wobei eine Splittergruppe ihre restliche Energie zusammenraffte, um der örtlichen Disco einen Besuch abzustatten.

Strassburg - europäische Stadt
Da ausnahmsweise kein gesangliches Programm geplant war für den Sonntagmorgen, gönnten sich die Hönggerinnen einen geruhsamen Start in den Tag. Auf der Besuchsliste standen die Astronomische Uhr, die täglich um die Mittagszeit die zwölf Apostel defilieren lässt sowie das grossartige Strassburger Münster mit seinem einzigen Turm, das einen fast erschlägt, wenn man es unvermittelt aus den engen Gassen aufsteigen sieht.

Die bald schon wieder knurrenden Mägen konnten dank dem Genuss eines feinen Flammekuchens bestens beruhigt werden. Ein Spaziergang dem Kanal entlang, auf den Spuren der Bootsfahrt vom Vorabend, brachte weitere eindrückliche Ausblicke.

Ein unvergessliches Wochenende neigte sich dem Ende zu. Einen Wermutstropfen zu guter Letzt bescherte der um Stunden verspätete Eurocity aus Brüssel, der die Hönggerinnen zwang, den Schnellzug nach Basel zu besteigen und sich wie schon bei der Herfahrt zu Fuss durch den Zolldurchgang zu quälen. Doch schliesslich trafen die Hönggerinnen, dank der ausgezeichneten Reiseleitung durch Francesca Rieser und Mareli Mulders, wohlbehalten in Zürich ein mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck und der Überzeugung, diese Reise garantiert nicht zum letzten Mal gemacht zu haben.

Elisabeth Lattka
Aktuarin

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